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Lehrstuhl für Experimentalphysik V



Offene Postdoktoranden- und Doktorandenstellen

auf dem Gebiet magnetischer Skyrmionen und magnetoelektrischer Materialien!

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Prof. Dr. István Kézsmárki (istvan.kezsmarki@physik.uni-augsburg.de).


Aktuelles:


Magnetische Beeinflussung von zykloidalen Domänen und elektrischer Polarisation in BiFeO3


BiFeO3 SANS measurement
Die zykloidale Spinstruktur im Multiferroikum BiFeO3 kann durch ein externes Magnetfeld umgeordnet werden. Dieses Phänomen wurde mittels Kleinwinkel­neutronen­streuung untersucht. Es zeigte sich, dass die Ausbreitungsvektoren der Zykloiden rotieren, wenn das senkrecht zur polaren Achse angelegte Magnetfeld einen Wert von ~ 5 Tesla überschreitet. Zur Interpretation der Messergebnisse wurde ein phänomenologisches Modell vorgeschlagen.
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Experimentelle Hinweise auf den Gardner-Übergang


gardner transition schema
Gemäß theoretischer Vorhersagen soll tief im Glaszustand der Gardner-Übergang auftreten. Er entspricht einer weiteren Aufspaltung der die Moleküle beeinflussenden Energielandschaft und wird als relevant für verschiedene ungeordnete Systeme angesehen. Unsere detaillierten dielektrischen sub-Tg Messungen zweier Gläser zeigen bemerkenswerte Anomalien, die erstmals experimentelle Hinweise auf die Existenz dieses Übergangs in kanonischen strukturellen Gläsern geben.
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Experimentell erstmals nachgewiesen ...


Bethe strings image
... haben die Augsburger Physiker Alois Loidl und Zhe Wang in Kooperation mit Forschern aus Berlin, Dresden, Mumbai, Nijmegen und San Diego die 1931 erstmals theoretisch beschriebenen "Bethe Strings" – Anregungen stark gebundener Elektronen-Spins in eindimensionalen Quantenspinsystemen. Nachzulesen im international führenden Forschungsorgan "Nature".
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Ferroelektrisch-ferroelastische Domänen im Skyrmion­material GaV4S8


GaV4S8 PFM image
GaV4S8 ist ein multi­ferroischer Halbleiter, der gleichzeitig magnetische Néel-Typ Skyrmionen und elektrische Polarisation aufweist. Wir untersuchten die lokale Domänen­verteilung in GaV4S8 mittels Piezoresponse Force Microscopy. Wir erwarten, dass die Kontrolle der Größe ferro­elektrischer Domänen in polaren Skyrmion­materialien für Confinement und Manipulation von Néel-Typ Skyrmionen genutzt werden kann.
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Skyrmionengitter-Grundzustand in GaV4Se8


GaV<sub>4</sub>Se<sub>8</sub> phase diagram
In allen heute bekannten Materialien, die Skyrmionen­gitter ausbilden, wird die Skyrmion­phase über thermische Fluktuationen stabilisiert. Daher existieren Skyrmionen nur in einem schmalen Temperatur­bereich unterhalb der paramagnetischen Phase. Im Journal "Scientific Report" zeigen wir, wie allein durch eine geeignete Auswahl von Material­parametern die Skyrmionen bis hinunter zu null Kelvin thermo­dynamisch stabilisiert werden können. Wir fanden heraus, dass GaV4Se8 auch im Grundzustand eine stabile Skyrmion­phase aufweist.
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YMnO3 - Leitfähigkeit vortexartiger Domänenstrukturen


YMnO3 vortex cores
Die multiferroischen hexagonalen Manganate RMnO3 zeigen ungewöhnliche topologisch-geschützte, vortexartige Domänenstrukturen. Hierbei weisen die ferroelektrischen Domänenwände (DW) und die Domänen selbst signifikant unterschiedliche Leitfähigkeiten auf. Mittels einer Ersatzschaltbildanalyse dielektrischer Spektren ist es uns kürzlich erstmal gelungen, Absolutwerte der Leitfähigkeit in den DW zu bestimmen und die wahre Natur des Ladungstransport-Mechanismus aufzudecken. Der Leitfähigkeitskontrast zwischen den Domänen und den DW erreicht bis zu einem Faktor 500, viel höher als bislang gedacht. Dieser Befund ist in hohem Maße anwendungsrelevant, z.B. für einen möglichen Einsatz in der Mikroelektronik, wobei die nanoskaligen DW statt der Domänen als aktive Bauelemente genutzt werden.
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Kristalle, flüssiger als Flüssigkeiten


Supersolid MnCr<sub>2</sub>S<sub>4</sub>
Fest, flüssig und gasförmig – das sind die klassischen Zustände von Materie, die uns bekannt sind. Dass ein homogenes Material zwei dieser Eigenschaften gleichzeitig besitzen könnte, widerspricht unserer Alltagserfahrung. Noch unvorstellbarer scheint die Annahme, dass ein Material fest und zugleich nicht nur flüssig, sondern superflüssig – also ohne jegliche Viskosität – sein könnte. Gleichwohl wird von der Physik seit mehr als 50 Jahren dieser Zustand der Materie theoretisch vorhergesagt.
Zeitgleich mit zwei internationalen Forschergruppen, die durch die Anwendung sogenannter "Atomfallen" jetzt erfolgreich waren, berichten Physiker aus Augsburg und Dresden aktuell im international renommierten Journal "Science Advances" über die experimentelle Realisation von Supersolidität in Spinsystemen bei hohen Magnetfeldern. Es scheint, als könnte heute die 1970 von Antony Legget gestellte Frage "Can a Solid be Superfluid?" eindeutig mit "ja" beantwortet werden.
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Quantenflüssigkeit aus Spinspiralen in MnSc2S4


Neutronenstreuung und Simulation
Einen unkonventionellen und exotischen magnetischen Quantenzustand entdeckten wir in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam:
Durch Neutronenstreuexperimente am Heinz-Maier-Leibnitz Zentrum in München und am Paul Scherrer Institut in Villingen (CH) konnte gezeigt werden, dass die magnetischen Momente in MnSc2S4 keine langreichweitige Ordnung ausbilden, sondern dass der Grundzustand als Quantenflüssigkeit aus fluktuierenden Spinspiralen charakterisiert werden muss. Darüber wurde im führenden Fachjournal "Nature Physics" berichtet.
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Wie wird aus der Schmelze Glas?


Glasbildung auf molekularer Ebene
In einem soeben erschienenen Beitrag in dem führenden Fachjournal "Science" lösen wir zusammen mit Forschern der Universität Paris eine alte Streitfrage: Wir weisen nach, dass es sich bei der Erstarrung von Glas um einen durch Veränderung der Molekül-Kooperativität bedingten Phasenübergang handelt - allerdings um einen unkonventionellen.
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Archiv




Forschungsthemen


ccc-hp

ccc-hp

Die in unserer Arbeitsgruppe durchgeführten Untersuchungen decken ein weites Feld der Physik der kondensierten Materie ab. Unser besonderes Interesse gilt neuen Materialien für zukünftige Anwendungen in der Elektronik, unkonventionellen Grundzuständen, Supraleitern und der Dynamik ungeordneter und biologischer Materie.

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Experimentelle Methoden


ccc-hp

ccc-hp

Neben einer großen Anzahl von Methoden zur Probencharakterisierung ist die Kombination verschiedener spektroskopischer Methoden eine weitere Stärke unserer Gruppe. Dies erlaubt tiefe Einsichten in die mikroskopischen Eigenschaften kondensierter Materie. Diese Methoden umfassen nicht nur dielektrische, THz und optische Spektroskopie sondern auch Elektronenspin- und Kernspinresonanz-Methoden.

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Nationale und internationale Kollaborationsprojekte


Unsere Arbeitsgruppe nimmt an verschiedenen speziell geförderten regionalen, nationalen und internationalen Kollaborationsprojekten teil:

Sino-German Cooperation
  • Sino-German Cooperation on Emergent Correlated Materials
    Das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ) finanziert ein von den Universitäten Zhejiang (Hangzhou) und Augsburg geleitetes Kooperationsprojekt chinesischer und deutscher Forschungsinstitute über elektronisch hochkorrelierte Materialien.
TRR 80

Graduiertenkolleg

FOR 1394
  • Research Unit FOR 1394 "Nonlinear Response to Probe Vitrification"
    • Project P9 "Investigation of nonlinear effects in glassy matter using dielectric methods"
     
ccc-hp
  • Research Unit FOR 960 "Quantum Phase Transitions"
    • Project P5 "Quantum criticality in itinerant transition-metal oxides and chalcogenides and in frustrated lattices"

ccc-hp
  • DFG Priority Programme 1458 "High Temperature Superconductivity in Iron Pnictides"
    • Project "Itineranter und lokalisierter Magnetismus in Fe basierten Supraleitern – Elektronenspinresonanz-Spektroskopie und Einkristallzucht"