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1. Klausurtagung des Graduiertenkollegs
(9. - 10. Juli 1998/ Schloß Reisensburg)




Programm:

Donnerstag, 9.7.1998:
10:00 Stefan Grünvogel "Verzweigung von Kontrollmengen"
10:45 Dietmar Szolnoki "Berechnung von Kontrollmengen"
11:30 Martin Raible "Zur analytischen und numerischen Lösung der nichtlinearen Depositionsgleichung"
12:30 Mittagessen
14:00 Andreas Osterloh "Zwei integrable Modelle für Teilchen fraktioneller Statistik"
14:45 Renate Gade "Über Vertexmodelle zu unendlich-dimensionalen Darstellungen von Uq(sl(2))"
15:30 Kaffee- und Teepause
16:00 Christian Groß "Involutionen auf Kac-Moody-Algebren"
16:45 Markus Haase "Konvexe Integration"
18:00 Abendessen
19:30 Sitzung und Diskussion
Freitag, 10.7.1998:
7:30 Frühstück
8:30 Dirk Blöker "Stochastische partielle Differentialgleichungen und Oberflächenwachstum"
9:15 Eva Nash "Verfahren zur numerischen Lösung der Cahn-Hillard-Gleichung"
10:00 Stefan Siegmund "Theorie nichtautonomer Normalformen"
10:45 Kaffee- und Teepause
11:15 Stefan Keller "Dynamische Gleichungen auf Zeitskalen"
12:00 Bernd Reinhard "Nichtlineare gedämpfte Hill-Gleichung"
13:00 Mittagessen
14:00 Ralf Eichhorn "'Jerky Dynamics' und Chaos"
14:45 Thomas Wilhelm "Kinetische und termodynamische Modellierung chemischer Reaktionssysteme"
15:30 Kaffee- und Teepause
16:00 Sitzung
19:00 Abendessen

Dauer der Vorträge: 30 Minuten + 15 Minuten Diskussion.
Als chairman war der jeweilige Betreuer des/ der Vortragenden vorgesehen.

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Pressebericht (UniPress 3/98):

Zwischenbilanz

Klausurtagung des Graduiertenkollegs “Nichtlineare Probleme in Analysis, Geometrie und Physik” auf Schloß Reisensburg

Am 9. und 10. Juli 1998 veranstaltete das seit gut eineinhalb Jahren an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät angesiedelte Graduiertenkolleg eine Klausurtagung auf Schloß Reisensburg. Ziel dieser Tagung war, alle an diesem Kolleg beteiligten Hochschullehrer, Doktoranden und Postdoktoranden über einen längeren Zeitraum an einen Tisch zu bringen, um den derzeitigen Stand der in Arbeit befindlichen Promotions- und Forschungsprojekte zu diskutieren und die weitere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Arbeitsgruppen aus Mathematik und Physik zu koordinieren.

Der Kreis der Tagungsteilnehmer bestand aus zehn Professoren, drei Privatdozenten und 19 Kollegiaten (vier Postdoktoranden und 15 Doktoranden), die alle der Universität Augsburg angehören und in sieben Arbeitsgruppen das Graduiertenkolleg bilden. Von den Kollegiaten werden zwölf als Stipendiaten des Graduiertenkollegs aus Mitteln des Freistaats Bayern und der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.

Vorträge und Diskussionen

Den Kern der Tagung bildeten 14 halbstündige Vorträge, in denen die Doktoranden und Postdoktoranden des Graduiertenkollegs über ihre Promotions- bzw. Forschungsprojekte berichteten. Dem Charakter des Kollegs entsprechend reichte dabei das Spektrum der Themen von der reinen mathematischen oder physikalischen Theorie bis hin zu praktischen Anwendungen aus dem Bereich der Modellierung und Analyse physikalischer, chemischer und biologischer Systeme. Zu nennen wären hier etwa die für die Entstehung “dünner Schichten” verantwortlichen physikalisch-chemischen Prozesse, die z. B. beim Aufdampfen von Metallfilmen ablaufen; oder die Mechanismen, die zur Änderung elektrischer und optischer Eigenschaften neuer Materialien führen, wie etwa beim Metall-Isolator-Übergang. Jedem der Vorträge schloß sich eine längere Diskussion an, in der besonderer Wert auf die Verdeutlichung und Ausweitung der Querverbindungen zwischen den einzelnen Arbeitsgruppen aus Mathematik und Physik gelegt wurde.

Zwischenbilanz

Nach gut der Hälfte der dreijährigen Laufzeit des Graduiertenkollegs läßt sich eine erste Zwischenbilanz ziehen, die sehr vielversprechend ausfällt. Da eine inhaltliche Beschreibung der geleisteten Arbeit dem Außenstehenden nicht zu vermitteln ist, seien hier nur einige Zahlen und Fakten genannt. Zunächst sind da die “Personalbewegungen” die im Bereich der Kollegiaten und Gäste des Kollegs stattfanden. Auf die zwölf zu vergebenden Stipendien haben sich insgesamt 55 Personen beworben, von denen etwa die Hälfte zu Vorstellungsvorträgen eingeladen wurden. Letztlich ins Graduiertenkolleg aufgenommen wurden 18 Personen, davon neun von außerhalb der Universität Augsburg. Ein umfangreicher Gedankenaustausch mit auswärtiger Fachkompetenz kam dadurch zustande, daß die Kollegiaten an etwa 40 nationalen und internationalen Konferenzen teilnahmen und insgesamt etwa 70 Gäste zu Vorträgen nach Augsburg eingeladen wurden. Darüber hinaus veranstaltete das Graduiertenkolleg die beiden mehrtägigen Workshops “Nonlinear Problems in Noisy Systems” und “Geometry and Analysis”.

Den sichtbaren Niederschlag findet das im Rahmen des Graduiertenkollegs durchgeführte Ausbildungs- und Forschungsprogramm darin, daß bislang etwa 60 Originalpublikationen entstanden sind und bereits zwei Promotionen abgeschlossen wurden. Daß auch die übrigen Promotions- und Forschungsvorhaben innerhalb der Laufzeit des Graduiertenkollegs zu einem Abschluß finden werden, scheint beim bislang gezeigten Engagement aller Beteiligten außer Frage.

Bernd Aulbach

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Photo:

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