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Judith Moosburger-Will
Die elektronische Struktur von MoO2: Vergleich von Photoemissionsspektroskopie, makroskopischen Messungen und Bandstrukturrechnungen
Betreuer: Prof. Dr. Siegfried Horn [Experimentalphysik II]
Datum der mündlichen Prüfung: 29.04.2005
164 Seiten, deutsch
Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung der elektronischen Eigenschaften und der Oberflächenstruktur des Übergangsmetalloxids MoO2. Das Interesse an MoO2 beruht auf seiner engen strukturellen Verwandschaft zum kontrovers diskutierten VO2. Mittels winkelaufgelöster Photoemissionsspektroskopie (ARUPS) an MoO2 wurden verschiedene Schnitte durch den Fermikörper und die Banddispersion entlang ausgewählter Hochsymmetrierichtungen vermessen. Ein Vergleich der ARUPS-Ergebnisse mit existierenden LDA-Rechnungen und Shubnikov de Haas-Messungen zeigt eine qualitativ gute Übereinstimmung zwischen Experiment und Theorie. Quantitativ ergeben sich Abweichungen zwischen den LDA-Rechnungen und den experimentellen Ergebnissen. Diese können als Hinweis auf nicht vernachlässigbare Vielteilcheneffekte gedeutet werden, welche in den LDA-Rechungen nur unzureichend berücksichtigt werden. Die Ordnung der Einkristalloberflächen von MoO2 wurde mittels Beugung niederenergetischer Elektronen (LEED) und Rastertunnelmikroskopie (STM) vermessen. Es zeigt sich, dass die Präparation der Oberfläche deren atomare Struktur entscheidend beeinflusst. In Abhängigkeit von der Präparationsmethode finden sich unterschiedliche Oberflächenrekonstruktionen, die ihrerseits die elektronische Struktur deutlich verändern.