Die mittlere
Lebensdauer hängt direkt mit der lokalen
Elektronendichte zusammen und ist z.B. an Leerstellen (Orten
verringerter
-Konzentration) deutlich (um ca. 20-80%) länger.
Im einfachsten Fall ist die Lebensdauer
ein Mittelwert der
Lebensdauer
des freien Positrons und der des ,,getrappten``,
,
d.h. an einer Leerstelle eingefangenen.
![]() |
(5.114) |
Anteil getrappter/freier Positronen.
Bei tiefer Temperatur sind so wenig Leerstellen vorhanden, daß
man nur freie Positronen hat, bei hoher werden praktisch alle
getrappt.
Man erhält daraus die Aktivierungsenergie der
Leerstellenbildung,
, falls man ein einfaches trapping-Modell
zugrunde legt:
Die Anzahl freier Positronen,
, ist gegeben durch
| (5.115) |
| (5.116) |
Im stationären Fall folgt
![]() |
|||
![]() |
(5.117) |
Nimmt man an, daß die trapping-rate nur schwach temperaturabhängig ist, kann man aus der Lebensdauerkurve über der Temperatur die Leerstellenkonzentration und damit die Leerstellenbildungsenthalpie bestimmen.
Meßtechnisch wird die Zerstrahlungszeit i.A.über eine
Koinzidenzschaltung gemessen:eine schnelle Uhr wird von dem -
Impuls des zerstrahlenden Nuklids (
) (
)
gestartet und gestoppt, wenn die zwei gegenüberliegenden -
Detektoren ein
-Quant detektieren.