| (5.62) |
| (5.63) |
| (5.64) |
Die Beweglichkeit der Atome läßt sich durch den
Diffusionskoeffizienten (s.o.) ausdrücken
| (5.65) |
Dies naive Bild versagt allerdings in Metallen, da hier nur extrem schwache elektrische Felder aufgebaut werden können.
In Kupfer z.B. ist
. Schicken wir einen (extrem
hohen!) Strom
der Dichte
hindurch, so ist das Feld nur
| (5.66) |
Nichtsdestotrotz findet man bei solch extremen Stromdichten
einen nennenswerten Materialtransport (z.B. in Leiterbahnen auf
Halbleiterchips: Breite
, Dicke =
,
).
Dies rührt daher, daß die Elektronen (oder Löcher), die den
Strom tragen, an den (Fremd-) Atomen gestreut werden und
dadurch Impuls auf die Atome übertragen. Die Streuung ist
besonders effektiv, wenn das Atom gerade springt. Dieser
Impulsübertrag wird als ,,Elektronenwind'' bezeichnet. Er führt
dazu, daß die Atome sich verhalten als hätten sie eine
,,effektive Ladung''
, die (je nach Richtung des
Impulsübertrags) kleiner oder größer als
sein kann.
Eine klassische Theorie ergibt (Huntington und Fiks)
![]() |
(5.67) |
wobei
, das Vorzeichen bestimmt
(Elektronen- oder
Löcherleitung),
die Erhöhung des Widerstands pro Fremdatom in
der Sattelpunktslage und
der spezifische Probenwiderstand ist.
Anmerkung: Wie man sieht, wächst die Stärke des Elektrotransports mit der Beweglichkeit der Atome. Dies führt dazu, daß in Bereichen erhöhter Beweglichkeit (insbesondere in KG) der Elektrotransport sehr viel effektiver ist. Dies war (und ist z.Zt. noch) in der Mikroelektronik ein Problem: die feinen Al- Leiterbahnen auf Chips sind i.A. sehr feinkörnig, so daß Elektromigration entlang von Korngrenzen zu unerwünschtem Materialtransport führt. Dies wird verhindert durch Zulegieren geringer Mengen von Kupfer, daß wohl durch Ausscheidungen in den Korngrenzen die Elektromigration stark behindert.