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Wenn ein Atom in eine Leerstelle hineinspringt, ist natürlich
die Wahrscheinlichkeit, daß genau dieses Atom wieder springt,
höher als die Wahrscheinlichkeit, daß irgendein anderes Atom
springt, denn das erste Atom hat ja auch nach dem Sprung eine
Leerstelle als Nachbarn. Dies bedeutet, daß der Zufallsweg
eines markierten Atoms nicht völlig zufällig ist, sondern daßaß
Korrelationen zwischen den Einzelsprüngen auftreten, die den
Diffusionskoeffizienten reduzieren.
Man definiert daher einen Korrelationsfaktor
als
 |
(5.36) |
wobei
der ideale Diffusionskoeffizient für einen random-walk
ist
 |
(5.37) |
und
der gemessene sogenannte Tracerdiffusionskoeffizient.
Für die Diffusion von Isotopen (
in
) ist der
Korrelationsfaktor eine rein geometrische Größe des Gitters.
Für kubische Gitter gilt
| Gitter |
 |
 |
 |
| sc |
0.653 |
6 |
0.667 |
| fcc |
0.781 |
12 |
0.833 |
| bcc |
0.727 |
8 |
0.75 |
| Diamant |
0.5 |
4 |
0.5 |
Grobe Abschätzung: Wahrscheinlichkeit für Rücksprung
(
Koordinationszahl), d.h. zwei Sprünge (Hin- und Rücksprung)
tragen nicht zum Transport bei
 |
(5.38) |
Eine genauere Betrachtung muß auch längere bzw. kompliziertere
Korrelationen einbeziehen. Insbesondere ändert sich der
Korrelationsfaktor in Legierung mit der Konzentration, falls die A- und
B-Atome unterschiedlich mit der Leerstelle wechselwirken.
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Ferdinand Haider
2000-10-17