Leerstellen sind bei
in Kristallen im Gleichgewicht immer
vorhanden, wie folgende Abschätzung zeigt:
sei die Energie, die die Bildung einer Leerstelle kostet.
Andererseits gewinnt man durch Leerstellen
Konfigurationsentropie
![]() |
|||
| (5.31) |
Hinzu kommt, daß sich die Schwingungsentropie
erhöht. Die
Gesamtkonzentration an Leerstellen ergibt sich durch Minimieren
der freien Energie
![]() |
|||
![]() |
![]() |
||
![]() |
(5.32) |
Ein typischer Wert der Leerstellenkonzentration für Reinmetalle
ist
bei
. Typische Bildungsenthalpien liegen in
der Gegend von
.
Der typische Diffusionssprung ist dann der Sprung eines einer Leerstelle benachbarten Atoms in diese Leerstelle.
Auch dieser Sprung erfordert eine gewisse Aktivierungsenergie
(Leerstellenwanderungsenthalpie ).
Die Sprungrate einer Leerstelle ist also
| (5.33) |
Die Sprungrate eines Atoms setzt sich zusammen aus der
Wahrscheinlichkeit, eine Leerstelle als Nachbarn zu haben (
)
und der Sprungrate der Leerstellen:
![]() |
|||
![]() |
(5.34) |
![]() |
|||
| (5.35) |