Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt unter 2.97 at.% werden als
unter-, mit höherem C-Gehalt als übereutektoide Stähle bezeichnet.
Oberhalt von 9.06 at.% werden
-Legierungen nicht mehr als Stahl
sondern als Gußeisen bezeichnet. Der
eutektoide Zerfall wird als Perlitreaktion (
) bezeichnet. Kühlt
man sehr rasch ab, findet diese Umwandlung nicht statt; stattdessen wandelt
sich das
-Eisen in Martensit um. Die hierfür nötige Abkühlgeschwindigkeit
erkennt man am einfachsten in einem sogenannten
ZTU-(Zeit-Temperatur-Umwandlungs)
Diagramm3.2,
Abb. (3.18),
einer Auftragung mit
Temperatur und
Zeit als Achsen, in der Kurven konstanten Umwandlungsgrades (etwa Beginn, 50%
und Ende der Transformation) eingezeichnet sind.
In isothermen Experimenten wird festgestellt, nach welcher Zeit die Umwandlungsreaktion beginnt, zu 50% oder vollständig abgeschlossen ist. Es gibt eine Temperatur, bei der die Reaktion am schnellsten abläuft, da
Damit erhält man im ZTU-Diagramm die charakteristische Perlitnase, die durch hinreichend schnelles Abkühlen / Abschrecken unterlaufen werden muß, um Martensit mit seiner hohen Härte zu erhalten (Stahlhärtung).
Reine Kohlenstoffstähle sind nur schwer härtbar, erst mit Zusatz von
ternären Elementen wie Mo wird die Perlitreaktion so verlangsamt, daß
auch dickere Proben härtbar sind.
Der Martensit ist zunächst sehr spröde; ein Anlassen verringert diese
Sprödigkeit, indem innere Spannungen abgebaut werden und ein Teil des
im Martensit gelösten Kohlenstoffs als
ausgeschieden wird.
Weitere Legierungselemente im Stahl: