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Kalorimetrische Verfahren

Im einfachsten Fall genügt es, Abkühlkurven aufzunehmen. An Phasengrenzen ergeben sich Halte- oder Knickpunkte, die dann in ein Phasendiagramm übertragen werden, wie es Abbildung 3.15 zeigt. An einer Umwandlung findet man entweder einen Knick- oder einen Haltepunkt.

Genauere Messungen erlaubt das Differentialkalorimeter.

Abbildung 3.16: Prinzip des Differentialkalorimeters
\begin{figure}\psfig{figure=bilder/dsc.ps,width=6cm}\end{figure}

Prinzip (Abb. (3.16): in zwei identischen Öfchen werden eine Probe und eine Referenz simultan mit konstanter Rate geheizt oder abgekühlt, und es wird die Leistungsdifferenz $\Delta P$,die nötig ist, beide Proben auf $T_1 = T_2$ zu halten, gemessen. Es ist
$\displaystyle \Delta P$ $\textstyle =$ $\displaystyle {\partial \Delta H \over \partial t}$  
  $\textstyle =$ $\displaystyle {\partial \Delta H \over \partial T}\cdot \dot T$  
  $\textstyle =$ $\displaystyle \Delta (mc_P)\cdot \dot T$ (3.42)

Damit können, wie mit der einfachen Thermoanalyse, Phasenumwandlungen detektiert werden, aber man kann auch Umwandlungswärmen und (mit Einschränkung) spezifische Wärme messen.


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Ferdinand Haider 2000-10-17