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Analog zur ''Theorie des mittleren Feldes''
(Weiss' Theorie des Magnetismus) nähert man
durch
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(3.30) |
d.h. die Wahrscheinlichkeit, von einem A-Atom
aus einen B-Nachbarn zu finden wird genähert durch die Konzentration
von B-Atomen; die Wechselwirkung soll schwach sein.
Dann wird die Konfigurationsenergie:
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(3.31) |
Weiter wird angenommen, das die
statistische Anordnung wenig gestört sei, daher die Entropie der idealen
Lösung weiter benutzt werden kann.
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(3.32) |
Abbildung:
Die freie Energie im Modell der regulären Lösung
![\begin{figure}\mbox{
\parbox[b]{9cm}{
\psfig{figure=bilder/reg_lsg.ps,width=9cm,angle=-90} }\parbox[b]{5cm}{
}}\end{figure}](img280.gif) |
Das chemische Potential der
-Komponente in einer binären Legierung in
dieser Näherung ist dann
Entsprechend findet man für die B-Atome:
Das Modell der idealen Lösung erhält man, wenn
ist:
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(3.35) |
Man definiert nun die ''Aktivität''
der Komponente
in einer
Matrix aus
-Atomen so, daß formal
die Konzentration ersetzt wird:
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(3.36) |
und erhalten durch Vergleich
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(3.37) |
mit den Grenzfällen
Abbildung:
Die Aktivität als Funktion der B-Konzentration für ein mischendes
(
) und ein entmischendes (
) System
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Das Phasendiagramm für eine entmischende Legierung (
)
im Modell der regulären Lösung (hier für
) erhält man aus der freien Energie (2.32) durch berechnen
der (hier waagerechten) Doppeltangenten:
Falls
ist, gilt genähert für die Randlöslichkeit:
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(3.41) |
Das reguläre Lösungsmodell
ist eher als qualitatives denn als quantitatives Modell zu verstehen, gibt
aber für einfache Legierungen die Verhältnisse einigermaßen wieder.
Erweiterte Lösungsmodelle können dies verbessern;
entweder werden auf empirische Weise weitere Terme in der freien Energie
an experimentelle Daten angepaßt, oder es werden physikalisch weitere
Größen (etwa Verzerrungsbeiträge) in Energie und/oder Entropie
berücksichtigt.
Weitere Parameter/Verbesserungen des Isingmodell behandeln
-
, konzentrationsabhängige
Wechselwirkung
- Wechselwirkungzwischen weiter entfernten Nachbarn
- Mehrkörper-Wechselwirkung
- Verzerrungsbeiträge
Außerdem gibt es Modelle, die eine bessere Berechnung von
, der
Paarwahrscheinlichkeit, gestatten:
- Cluster-Variationsmethode
- Monte-Carlo-Simulation
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Ferdinand Haider
2000-10-17