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Modell der idealen Lösung

Die Energie sei unabhängig von der Anordnung der Atome, sie soll nur von der Gesamtzahl an B-Atomen abhängen, also $\varepsilon = 0$. Dann ergibt sich die Anzahl von Möglichkeiten, das System mit einer gewissen Zahl B-Atome zu finden, aus oben angegebenem Binominalterm:

\begin{displaymath}W(n_B) = {n!\over n_A!n_B!}\end{displaymath}

Mit Hilfe der Stirlingschen Formel für große $n$, $\log\, n!\approx n \log\, n - n$ folgt

$\displaystyle \log W$ $\textstyle \approx$ $\displaystyle n \log n - n - n_A \log n_A + n_A -
n_B \log n_B + n_B$  
  $\textstyle =$ $\displaystyle n (\log n - \nu_A \log \nu_A - \nu_B \log \nu_B
- (\nu_A + \nu_B) \log n)$  
  $\textstyle =$ $\displaystyle - n(\nu_A \log \nu_A + \nu_B \log \nu_B)$ (3.28)

wobei wie üblich $\nu_i=n_i/n$ gesetzt wurde.

Abbildung: Die freie Energie im Modell der idealen Lösung
\begin{figure}\psfig{figure=bilder/id_lsg.ps,width=12cm,angle=-90}\end{figure}

Die freie Enthalpie im Modell der idealen Lösung ist damit
$\displaystyle F$ $\textstyle =$ $\displaystyle E - TS$  
$\displaystyle S$ $\textstyle =$ $\displaystyle k \log W$  
$\displaystyle F$ $\textstyle =$ $\displaystyle n\left({Z\over 2}(\nu_a\varepsilon_{AA}+\nu_B\varepsilon_{BB})+
kT(\nu_A\log\nu_A + \nu_B \log\nu_B)\right)$ (3.29)

Anmerkung: Da

\begin{eqnarray*}
\lim_{x\rightarrow 0} x \log x &=& 0,\\
\lim_{x\rightarrow 0}...
...x}( x \log x)
=\lim_{x\rightarrow 0} (\log x +1) &=& -\infty,\\
\end{eqnarray*}



hat die freie Enthalpie an den Rändern der Konzentrationsachse ( $\nu_A\rightarrow 0,\nu_B\rightarrow 0$, wo also $F={Z\over 2} n
\varepsilon_{AA,BB}$ ist, eine senkrechte Tangente nach unten. Das bedeutet, daß immer eine gewisse Randlöslichkeit vorliegt.

Die nächste Verfeinerung der statistischen Modelle ist das


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Ferdinand Haider 2000-10-17