Das einfachste Modell, das die wichtigsten Züge einer realistischen
Legierung wiederspiegelt, ist das sogenannte ,,Isingmodell``. Es wird ein
starres Gitter, dessen Plätze entweder mit A- oder mit B-Atomen besetzt
sein können, angenommen.
Zwischen den Atomen sollen Paarwechselwirkungen der Stärke
bestehen.
Frage: Mit welcher Wahrscheinlichkeit finde ich eine gegebene Anordnung
der Atome?
Im Prinzip liefert die statistische Mechanik die Antwort:
![]() |
(3.23) | ||
![]() |
(3.24) |
Allerdings besteht in der Realität das Problem, daß die Anzahl möglicher
Konfigurationen enorm ist! (
B-Atome auf
Gitterplätze verteilt ergibt
Realisierungsmöglichkeiten.
(z.B. 1000 Atome, 100 B-Atome
Möglichkeiten.)
Die Energie
einer gegebenen Konfiguration
läßt sich in diesem Modell berechnen, da nur die Energie der Paarbindungen
berücksichtigt werden soll:
| (3.25) |
| (3.26) | |||
sodaß sich
![]() |
|||
![]() |
(3.27) |
Bindungen zwischen gleichen Atomen werden bevorzugt, es besteht eine
Tendenz zur Entmischung.
unterschiedliche Bindungen
werden bevorzugt, es besteht eine Tendenz zur Mischbarkeit und/oder
Bildung geordneter
Phasen.
Diese Vereinfachung nützt allerdings noch nicht sehr viel, da noch immer die
Zahl von
-Paaren einer Konfiguration unbekannt ist. Man ist daher
gezwungen, Näherungen zu machen.
Die einfachste ist das