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In der Schmelze
findet man vor den
-Lamellen eine
B-Anreicherung und umgekehrt. Dies muß
durch einen entsprechenden Diffusionsstrom
ausgeglichen werden
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(3.16) |
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Hier ist
der Diffusionskoeffizient der B-Atome in der Schmelze,
der Lamellenabstand,
die B-Konzentration der Schmelze
vor einer Lamelle der
-,
-Phase. Der Diffusionsweg
ist umso kürzer, je kleiner der Lamellenabstand ist. Andererseits muß
mit sinkendem Lamellenabstand zusätzliche Grenzflächenenergie aufgebracht
werden, was den Lamellenabstand nach unten limitiert. Diese Energie muß
durch eine Unterkühlung
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(3.17) |
aufgebracht werden.
Abbildung:
Skizze eines eutektischen Gefüges
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Der Diffusionsstrom aufgrund
des Konzentrationsgradienten in der Schmelze ergibt sich ebenfalls aus
einer Unterkühlung:
wobei
die Geschwindigkeit der Erstarrungsfront ist. Die letzte Gleichung
folgt,
da die in der festen
-Phase nicht ausgeschiedenen
B-Atome abtransportiert werden müssen.
ist die zur Erzeugung dieses Konzentrationsgradienten nötige Unterkühlung.
Insgesamt muß die Schmelze also um
unterkühlt werden,damit sie mit
Geschwindigkeit v und Lamellenabstand S erstarrt. Bei gegebener Unterkühlung
ergibt sich
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(3.21) |
Es wird sich der Lamellenabstand einstellen, der am schnellsten
wächst:
also
Hinweis:
eutektische Gefüge sind häufig sehr erwünscht wegen
- hoher Festigkeit (feine Mikrostruktur)
- Erstarrung bei fester Temperatur (keine
Hohlraumbildung), wichtig für Gußwerkstoffe
- niedrige Schmelztemperatur,
Bsp: Gußeisen Fe 17.1 % C, Al 11.3 % Si, Lötzinn 60 % Sn, 40 % Pb
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Ferdinand Haider
2000-10-17