Die etwas künstliche Beschreibung in drei Stadien kann man fallenlassen und stattdessen direkt die Evolution der Größenverteilung verfolgen.
Hierzu geht man zu einem diskreten Modell über; wir setzen
voraus, daß alle Keime allein durch die Anzahl von B-Atomen
gekennzeichnet sind (d.h. wir vernachlässigen Fluktuationen in
Gestalt, Anordnung etc.). Sei
die (relative) Anzahl von
Keimen mit
-Atomen. Dann ist
| (7.42) |
Die Wachstumsrate ist
| (7.43) |
| (7.44) |
| (7.45) |
| (7.46) |
| (7.47) |
Die Evolutionsgleichung für
läßt sich umschreiben zu
| (7.48) | |||
| (7.49) |
Hier wurde der ,,Strom'' an Teilchen von der Größe
nach
| (7.50) |
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|||
![]() |
|||
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(7.51) |
Dies ergibt die sogenannte Zeldovichgleichung
| (7.52) |
Der erste Term hat die Gestalt einer Diffusionsgleichung, der zweite einer Drift.
Im Bereich der kritischen Keimgröße
(d.h. bei
) ist das Wachstum durch
eine Art Diffusion im Raum der Teilchengrößen (d.h. es wachsen
und schrumpfen Ausscheidungen in der Art einer Zufallsbewegung)
gegeben. Haben sie jedoch eine Mindestgröße überwunden, wachsen
sie deterministisch, der Driftterm dominiert.
Man kann noch versuchen, die stationäre Keimbildungsrate
, d.h. den
Strom durch die kritische Keimgröße
, abzuschätzen.
Eine relativ einfache Rechnung liefert
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(7.53) | ||
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(7.54) |
Die Größe
heißt Zeldovichfaktor.
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Dies Ergebnis läßt sich deuten
ist die Wachstumsrate bei
,
die Anzahl kritischer Keime.
gibt an,
daß kritische Keime sich auch wieder auflösen können.
Hierzu sehen wir noch einmal den Verlauf der freien Energie
an
(Abb.7.1.4): man entwickelt
um die kritische Größe
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|||
| (7.55) |
![]() |
(7.56) |
| (7.57) |
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Die angegebenen Gleichungen kann man nun (entweder mit einem diskreten Modell oder in der Kontinuumsnäherung) numerisch integrieren (Abb. 7.8), und man findet hier