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Nun soll untersucht werden, wie die einmal gebildeten Keime
durch Diffusion wachsen, und wie durch das Wachstum langsam die
vorhandene Matrixübersättigung abgebaut wird.
Zunächst betrachten wir einen einzelnen Keim der Größe
(Abb.
7.1.2). An seiner Grenze herrsche ein lokales Gleichgewicht, d.h. die
Konzentration des Keims sei die Gleichgewichtskonzentration
, die
der Matrix direkt am Keim
. Weit vom Keim sei die Matrixkonzentration
.
Abbildung 7.4:
Diffusives Wachstum eines Keims mit Radius
.
![\begin{figure}\mbox{
\parbox[b]{8cm}{ \psfig{figure=bilder/wachstum.ps,width=8cm} }\parbox[b]{5cm}{}}\end{figure}](img1152.gif) |
Dann strömen B-Atome im Konzentrationsgradienten auf den Keim zu.
Wir nehmen an, daß das Profil stationär sei und sich nur die
Grenzfläche verschiebt. Die Diffusionsgleichung in
Polarkoordinaten lautet
 |
(7.16) |
und hat die stationäre Lösung
 |
(7.17) |
Hieraus folgt der Strom an
-Atomen durch
 |
(7.18) |
An der Grenzfläche des Teilchens bei
ist also
 |
(7.19) |
Das Volumen
der Ausscheidung wächst durch die herausströmenden
Atome (
ist das Atomvolumen)
Das gesamte ausgeschiedene Volumen ist
und entsprechend sinkt die Matrixkonzentration
 |
(7.24) |
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Ferdinand Haider
2000-10-17