Für die Bildung eines überkritischen kugelförmigen Keims mit Radius
muß zunächst soviel
Energie freigesetzt werden, daß die Energie der gebildeten
Grenzfläche kompensiert wird:
| (7.2) |
| (7.3) |
Zunächst soll der Gewinn an chemischer freier Energiepro Volumen,
abgeschätzt werden, wenn die Keimbildung beginnt:
es ist
| (7.4) |
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| (7.5) |
Nun scheiden sich
Atome in der
-Phase aus
(jedoch so wenige, daß sich die
Zusammensetzung der
-Phase nur vernachlässigbar ändert). Dies
ändert die freie Energie um
| (7.6) |
wird bei der Konzentration
maximal, bei der
| (7.7) |
Nehmen wir jedoch an, daß sich Keime der
Gleichgewichtszusammensetzung
bilden, läßt sich
abschätzen,
da dort
| (7.8) |
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(7.9) |
Das heißt, die Kenntnis des Verlaufs der freien Energie der
-Phase
und der Konzentration der ausgeschiedenen Phase ergibt die
treibenden Kräfte.
Ist die Übersättigung gering,
, kann
aus der Skizze
abgeschätzt werden durch Anwendungen des Strahlensatzes:
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||
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|||
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(7.10) |
Ist die Randlöslichkeit sehr gering, ist
, also
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(7.11) |
Im Modell der regulären Lösung ist
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|||
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(7.12) |
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| (7.13) |
| (7.14) |
Der Beitrag der elastischen Verzerrung zur Gesamtenergie soll hier nur angegeben werden, da die notwendigen Voraussetzungen für eine Herleitung (Elastizitätstheorie) hier noch nicht gegeben ist:
wobei
der Elastizitätsmodul der
-Phase ist,
die
Querkontraktionszahl,
der misfit-parameter (Änderung der
Gitterkonstanten bei Zulegieren von
) und
eine Funktion
des Achsverhältnisses der ausgeschiedenen Teilchen. Die elastische Verzerrung
eines einzelnen Teilchens wird um so kleiner, je weiter man von der
Kugelgestalt abweicht, während die Minimierung der Grenzfläche die Kugelform
begünstigt. Je nach Verhältnis beider Beiträge können so unterschiedliche
Teilchenformen auftreten.