Theoretische Physik III
Arbeitsgruppe Vollhardt
Arbeitsgruppe Kampf
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Prof. Dr. Dieter Vollhardt
Lehrstuhl für Theoretische Physik III
Elektronische Korrelationen und Magnetismus
Institut für Physik
Universität Augsburg
D-86135 Augsburg
Germany
Büro:
4A 408, EKM-Building
Telefon:
+49 - 821 - 598 - 3700
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Wissenschaftlicher Lebenslauf
Dieter Vollhardt studierte von 1971 bis 1976 Physik an der Universität
Hamburg. Es folgte ein dreijähriger Forschungsaufenthalt bei Professor
Kazumi Maki an der University of Southern California in Los Angeles
(USA) als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Während
dieser Zeit beschäftigte er sich mit der Theorie kritischer Ströme im
supraflüssigen Helium3, dem Thema seiner Diplomarbeit (1977) und
seiner Promotion (1979) an der Universität Hamburg. Von 1979 bis 1984
arbeitete Dieter Vollhardt als wissenschaftlicher Mitarbeiter von
Professor Peter Wölfle - und von 1984 bis 1987 als
Heisenberg-Stipendiat der DFG - am Max-Planck-Institut für Physik und
Astrophysik (Heisenberg-Institut) in München. In diese Zeit fallen
mehrere Gastaufenthalte an Forschungseinrichtungen in den USA.,
u.a. am Institute for Theoretical Physics, Santa Barbara, und den Bell
Laboratories, Murray Hill. 1984 habilitierte er sich an der TU München
mit einer Arbeit über die Theorie korrelierter Fermisysteme. Im Jahr
1987 wurde Dieter Vollhardt auf den Lehrstuhl für Theoretische Physik
C und die Stelle eines Direktors am Institut für Theoretische Physik
an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen
berufen. 1996 nahm er dann einen Ruf auf den neuen, vom Freistaat
Bayern eingerichteten Lehrstuhl für Theoretische Physik III
(Elektronische Korrelationen und Magnetismus) an der
Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg
an.
Dieter Vollhardts Forschungsgebiete sind die Theorie
elektronischer Korrelationen und des Magnetismus, insbesondere die
realistische Modellierung elektronisch korrelierter Materialien
(siehe Physics Today, März 2004),
ungeordnete Systeme
sowie normal- und supraflüssiges Helium3. Er ist Autor (mit P. Wölfle, Karlsruhe) des Buches The Superfluid Phases of Helium3 (Taylor & Francis, 1990).
Als deutscher Vertreter in der Kommission C5 (Tiefe
Temperaturen)
der International Union of Pure and Applied Physics (IUPAP) während 1999 -2005
hat er an dem 2004 erschienenen Buch
"Physics Now"
der IUPAP mitgearbeitet, das einen Überblick über den aktuellen Stand
der Physik gibt. Er ist Sprecher der DFG-Forschergruppe FOR1346 Dynamical Mean-Field Approach with Predictive Power for Strongly Correlated Materials.
Anlässlich seines 60. Geburtstages fand im September 2011 in Augsburg der International
Workshop on Electronic Correlations in Models and Materials statt.
Forschungsgebiete
ab initio Berechnung elektronisch korrelierter Materialien
Durch Verbindung konventioneller Methoden zur Berechnung der
elektronischen Bandstruktur (Lokale Dichte-Näherung: LDA) mit der
Dynamischen Molekularfeld-Theorie (DMFT) für Vielteilchen-Systeme wurde
in den letzten Jahren der neue ab initio Zugang LDA+DMFT entwickelt. Er
erlaubt die Untersuchung elektronisch korrelierter Materialien und wird
von uns insbesondere benutzt um Photoemissions- und
Photoabsorptionsspektren von Übergangsmetalloxiden in enger
Zusammenarbeit mit experimentellen Arbeitsgruppen zu berechnen.
Metall-Isolator-Übergänge in elektronischen Systemen
Phasenübergange zwischen metallischen, nicht-metallischen, magnetisch
geordneten und ungeordneten Zuständen in elektronischen Systemen werden
im Rahmen der Dynamischen Molekularfeld-Theorie (DMFT) mit Hilfe von
Quanten-Monte-Carlo-Verfahren bei endlichen Temperaturen sowie der
Numerischen Renormierungsgruppe und anderen Methoden untersucht. Damit
soll unter anderem auch der Einfluß von Unordnung, Frustration und
Dotierung auf die Übergänge verstanden werden.
Mikroskopische Theorie des Magnetismus
Die mikroskopischen Voraussetzungen für die Stabilität langreichweitig
geordneter magnetischer Zustände in elektronisch stark korrelierten
Isolatoren und Metallen sowie deren Eigenschaften werden mit einer
breiten Palette theoretischer Zugänge (rigorose Methoden,
Störungstheorie bei schwacher und starker Kopplung in niedrigen und
hohen Dimensionen, Variationsverfahren,
Quanten-Monte-Carlo-Rechnungen, Numerische Renormierungsgruppe) untersucht.
Korrelierte Elektronen im Nichtgleichgewicht
Die Zeitentwicklung korrelierter Elektronen wird mit
Nichtgleichgewichts-DMFT untersucht. Dieser Zugang ermöglicht insbesondere die
Beschreibung sogenannter Pump-Probe-Experimente, bei denen das
Elektronensystem zunächst mit einem ersten Laserpuls angeregt und
dann nach einer einstellbaren Zeit mit einem zweiten Laserpuls
analysiert wird.
Korrelierte bosonische Systeme
Die Eigenschaften korrelierter Gitter-Bosonen werden im Rahmen der neu
entwickelten bosonischen dynamischen Molekularfeld-Theorie (B-DMFT)
untersucht. Dabei wird insbesondere die dynamische Kopplung zwischen
normalen und kondensierten Bosonen explizit berücksichtigt.
Methodenentwicklung
Es werden neue analytische und numerische Zugänge für die
nicht-störungstheoretische Untersuchung von Korrelationsphänomenen in
quantenmechanischen Gittermodellen entwickelt.
Weitere einführende Literatur
-
Elektronische Korrelationen und Magnetismus: Eine Einführung
(pdf)
-
Strongly Correlated Materials: Insights from Dynamical Mean-Field Theory,
G. Kotliar and D. Vollhardt, Physics Today (March 2004)
-
Elektronische Korrelationen im Festkörper, Physik Journal (August/September 2010)
(pdf)
-
Lecture Notes:
Investigations of correlated electron systems using the limit of high dimensions
-
Strong-coupling approaches to correlated fermions
-
siehe auch:
Forschungsthemen / Ausgewählte Veröffentlichungen
-
Vollständige Veröffentlichungsliste (PDF-Datei,
87Kb)
URL: http://www.physik.uni-augsburg.de/theo3/index.vollha.de.shtml
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