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06341


Physik Sommersemester 2008
06341 Quantenmechanische Verschränkung [WPV]
   
Dozent Ingold G.-L.
Dauer 3 SWS
Studiensemester 6
Schein Nein
Termin Mo, 08:15 - 09:45 u. Do, 08:15 - 09:45, 1003/HZ
Beginn 14.04.2008
Inhalt 1935 prägte Erwin Schrödinger den Begriff Verschränkung für eine Eigenschaft quantenmechanischer Zustände, die Einstein an der Vollständigkeit der Quantenmechanik zweifeln ließ. Zwei oder mehr Teilchen können sich in einem Zustand befinden, bei dem die Messung eines der Teilchen ein anderes, eventuell sehr weit entferntes Teilchen beeinflusst. Diese nichtlokale Eigenschaft der Quantenmechanik war lange Zeit nur von akademischem Interesse.

In den letzten Jahren hat sich jedoch herausgestellt, dass man Verschränkung als Ressource begreifen kann, die im Rahmen der quantenmechanischen Informationsverarbeitung effizientere Algorithmen ermöglicht oder eine potentiell sichere Kryptographie auf quantenmechanischer Basis erlaubt.

Die Vorlesung soll eine Einführung in das Konzept der Verschränkung geben und wird sowohl fundamentale Aspekte im Zusammenhang mit der Nichtlokalität der Quantenmechanik als auch Anwendungen in der Quanteninformation ansprechen.

Vorkenntnisse Es werden Kenntnisse aus der Kursvorlesung "Theoretische Physik III (Quantenmechanik)" vorausgesetzt.
Literatur Einen raschen Eindruck von der Quanteninformation erhält man auf populärwissenschaftlichem Niveau mit
  • D. Bruß, Quanteninformation (Fischer, 2003)
Als Lehrbuch empfiehlt sich unter anderem
  • J. Audretsch, Verschränkte Systeme (Wiley-VCH, 2002)
Ein sehr umfassendes Werk ist
  • M. A. Nielsen, I. L. Chuang, Quantum Computation and Quantum Information (Cambridge University Press, 2000)

Weitere Informationen Diese Vorlesung findet als 4-stündige Vorlesung in der ersten Hälfte des Semesters statt und endet bereits am 4.6.2008.